Trompetenkurs - Flügelhornkurs
Blitzkurs für Trompete und FlügelhornTrompete oder Flügelhorn lernen in 10 Minuten
Achtung: Dieser Schnellkurs zum Trompetespielen und Flügelhornspielen setzt musikalische Grundkenntnisse voraus. Am besten, du spielst schon ein anderes Instrument.
Dieser Trompetenkurs ist extrem verkürzt. Du erfährst hier wirklich nur die absoluten Basics, wobei vorausgesetzt wird, dass du ein solides musikalisches Grundwissen hast. Webtipp für musikalische Anfänger: ausführlicherer Trompetenkurs.
Töne spielen
Töne werden bei der Trompete und beim Flügelhorn nach dem so genannten Prinzip der Polsterpfeife erzeugt. Du bläst durch die verschlossenen, seitwärts angespannten Lippen in das Mundstück. So werden Töne erzeugt.
Lippenspannung
Veränderst du die Lippenspannung (und gleichzeitig die Stärke der Luftzufuhr), kannst du verschiedene Töne erzeugen.
Naturtöne
Die Töne, die du mit Hilfe einer veränderten Lippenspannung erzeugen kannst sind: c, c¹, g¹, c², e², g², b², c³, d³, e³,… (das geht theoretisch nach oben hin immer weiter, ist aber ab einem gewissen Punkt nicht mehr spielbar). Allerdings ist die Trompete ein so genanntes transponierendes Instrument. Aus Gründen der Einfachheit spricht man etwa von einem c und wird auch ein c notiert. Es erklingt aber ein B (= 1 Ganzton tiefer). Das musst du beachten, wenn du mit anderen Instrumenten zusammenspielen willst.
Chromatisch Trompete oder Flügelhorn spielen
Wenn du Lieder spielen willst, reicht die Naturtonreihe normalerweise nicht aus. Du musst die chromatische Tonleiter spielen lernen. Dazu gibt es bei der Trompete und beim Flügelhorn die Ventilzüge.
Die Ventilzüge der Trompete bzw. des Flügelhorns
Sieh dir dein Instrument an. Du siehst 3 Tasten, mit denen jeweils ein Ventilzug betätigt wird. Die Ventilzüge haben 3 verschiedene Längen. Der erste ist mittel, der zweite kurz, der dritte lang.
Die Wirkung der einzelnen Ventilzüge
Dieser Schritt ist der letzte, um (theoretisch) Trompete oder Flügelhorn spielen zu können. Du musst wissen, was passiert, wenn du welchen Ventilzug betätigst.
1. Ventilzug (mittellanger): Der gerade gespielte Ton wird um einen Ganzton tiefer gemacht.
2. Ventilzug (kurzer): Der gerade gespielte Ton wird um einen Halbton tiefer gemacht.
3. Ventilzug (langer): Der gerade gespielte Ton wird um drei Halbtöne (=1 Halbton + 1 Ganzton) tiefer gemacht.
Kombination der Ventilzüge
Wenn du jetzt die verschiedenen Tasten (Ventile) deiner Trompete oder deines Flügelhorns kombinierst, kannst du den gerade gespielten Ton um bis zu 6 Halbtöne tiefer machen. Das ist ein einfaches Rechenspiel:
| 1 Halbton (kleine Sekund) tiefer | 2. Ventil |
| 2 Halbtöne (1 Ganzton bzw. große Sekund) tiefer | 1. Ventil |
| 3 Halbtöne (kleine Terz) tiefer | 1. + 2. Ventil (oder: nur 3. Ventil) |
| 4 Halbtöne (2 Ganztöne bzw. große Terz) tiefer | 2. + 3. Ventil |
| 5 Halbtöne (Quart) tiefer | 1. + 3. Ventil |
| 6 Halbtöne (übermäßige Quart) tiefer | 1. + 2. + 3. Ventil |
Ansatzdruck
Nach einiger Zeit wirst du bemerken, dass du die hohen Töne besser spielen kannst, wenn du die Trompete fester an den Mund drückst. Das solltest du aber so wenig wie möglich tun. Übe, nur mit einer Veränderung der Lippenspannung unterschiedliche Töne zu spielen. Mit steigender Tonhöhe muss natürlich auch ein bisschen mehr gedrückt werden. Anfänger drücken aber häufig viel zu stark. Ein so genannter Ansatztrainer oder Trainingsadapter ist hier Gold wert. Dieses Gerät wird zwischen Mundstück und Trompete geklemmt und macht ein Spielen ab einem gewissen (einstellbaren) Ansatzdruck unmöglich. Es handelt sich hierbei um eine der wenigen meiner Meinung nach absolut notwendigen Zubehör-Investitionen für Anfänger, auch wenn es ca. 60 Euro kostet.
Und jetzt?
Ob du es glaubst oder nicht: Jetzt kannst du (theoretisch) vom Fis aufwärts alle Töne spielen. Ich hoffe, dieser Trompetenkurs hat dir geholfen.
David Schmidhofer
Magischer Realismus